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Antiquitäten



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Über uns

Unsere Sammlung / Ihr Online-Shop

Die Sammlung unseres Museums ist unverkäuflich.
Unser Online-Shop bietet jedoch über 6000 alte Original-Dubletten zum Verkauf an.

Das Museum

Das Schweizer Velonummern Museum zeigt die weltweit grösste und vollständigste Sammlung behördlicher Fahrrad-Kennzeichen, welche zwischen 1892 und 1988 in der Schweiz geprägt wurden.

Das Schweizer Velonummern Museum ist, gemessen an der Zahl der gezeigten Objekte, das grösste virtuelle Museum Europas (Stand Januar 2013). Die Sammlung umfasst über 2500 Abbildungen, welche der Öffentlichkeit im Internet zugänglich gemacht werden.

Was sind Velonummern?

Die Schweiz ist mehr als Uhren, Käse, Schokolade und jodelnde Manschen. Wir sind auch das Land der Forschung, des längsten Tunnels der Welt und des obligatorischen Fahrrad-Kennzeichen (Velonummern). Velo ist der schweizerische Begriff für Fahrrad.

Fahrräder waren auf öffentlichen Strassen nur mit der obligatorischen Haftpflicht-Versicherung zugelassen. Zu diesem Zweck musste jedes Jahr ein neues Kennzeichen gekauft und am Fahrrad angebracht werden. Die ersten Schilder wurden 1892, die letzten 1988 geprägt.

Velonummern sind wesentlich seltener als Briefmarken, Münzen oder Email-Werbeschilder. Einige der älteren Kennzeichen sind nicht mehr auffindbar. Selbst von den neusten Jahrgängen sind vermutlich von keinem Kanton mehr als 500 Exemplare erhalten. Weltweit existieren nur fünf nennenswerte Sammlungen; die grösste und vollständigste zeigt das Schweizer Velonummern Museum.

Jede Velonummer ist ein Original und trägt drei Informationen:

- Jahrgang (einige Ausnahmen vor 1935)
- Kanton (in der Regel als Initialen)
- Seriennummer (macht jedes Schild zum Unikat).

Was Schweizern während fast 100 Jahren eine Selbstverständlichkeit war, ist für den Rest der Welt kaum zu glauben. Kennzeichen für Fahrräder - auch das ist Swissness!

Donator des Schweizerischen Verkehrshauses

Selbstverständlich besitzt auch das weltbekannte Schweizerische Verkehrshaus in Luzern eine Fahrrad-Kennzeichen Sammlung. Da diese jedoch bedeutend kleiner ist als die unsere, hat unser Gründer, Marco Fritz, dem Museum über 300 Schilder geschenkt, welche in der dortigen Sammlung gefehlt haben. Wir sind stolz als Donator einen kleinen Beitrag an das meistbesuchte Museum der Schweiz geleistet zu haben. http://www.verkehrshaus.ch

Vom Gebrauchsgegenstand zum Kultobjekt

Ab 1934 war jede Velonummer für ein Jahr gültig. Kaum jemand hat sich die Mühe gemacht, die Schilder aufzubewahren. Wir nehmen an, dass mehr als 98% der hergestellten Schilder weggeworfen oder eingeschmolzen wurden. Nachdem die Schweizer Behörden beschlossen haben, nach 1988 keine weiteren Schilder mehr zu prägen, hat Marco Fritz, Gründer des Schweizer Velonummern Museums versucht, einige der letzten Fahrrad-Kennzeichen vor der Vernichtung zu bewahren. Trotzdem wir nun über die grösste Velonummern Sammlung der Welt verfügen, umfasst diese lediglich rund 8‘000 Exemplare. Von keinem Schild stehen uns mehr als 30 Exemplare zur Verfügung. D.h. jedes Schild ist eine Rarität.

Ihr geprägter Jahrgang macht Velonummern zum persönlichen Geburtstagsgeschenk; ihre Seltenheit zum gesuchten Sammelgegenstand, das legendäre Design und die kreative Vielfalt zum Thema für Designer und Kunsthistoriker. Werkstätten fertigen damit Mode Accessoires an, während es Bike Fans als cooles „cherry on the top” für ihr bestes Pferd im Stall verwenden. Die etwas sonderbar anmutende Idee ihrer Erfinder von 1892 und die damit verbundene Swissness machen den einstigen Gebrauchsgegenstand zum einzigartigen Souvenir und Kultobjekt.

Das Original - ein echtes Stück Schweiz

Suchen Sie eine ganz besondere Erinnerung an die Schweiz? Velonummern sind eines der letzten echten Souvenirs, welche einen Bezug zum wirklichen Leben in der Schweiz haben. Jedes Schild hat mit seinem Fahrrad einen Teil der Schweiz entdeckt, hat seine individuelle Geschichte und sein kleines Geheimnis.

Geschichte

Obligatorische Fahrrad-Kennzeichen gab es z.B. auch in den Niederlanden und in Belgien, doch die Urheber dieser exotischen Erfindung waren bereits 1892 die Schweizer.

Kein anderes Land hat bei der Gestaltung von Fahrrad-Kennzeichen eine derart kreative Vielfalt entwickelt. Typisch schweizerisch lebte jeder Kanton seine Autonomie auch in diesem Bereich voll aus, was zu einer bunten und äusserst interessanten Palette an Formen, Grössen, Farben, Schriften, Systemen, Materialien und Verarbeitungen führte. Bereits 1892 gab der Kanton Luzern (LU) die ersten Schilder heraus. 1894 folgte der Kanton Basel-Stadt (BS). Diese frühen Versionen waren für mehrere Jahre gültig. Ab 1906 wurden die Velonummern in der gesamten Schweiz eingeführt. Eine Besonderheit bildet der erst später gegründete Kanton Jura (JU), welcher die ersten Schilder für das Jahr 1980 prägte und als erster Kanton bereits 1987 auf Vignetten umstellte.

Bei den Velonummern handelte es sich nicht um Kontrollschilder wie bei Autos, sondern um eine obligatorische Haftpflicht-Versicherung. Die Schilder mussten in der Regel bei der Gemeinde oder bei einem Polizeiposten gekauft werden. Mit der dazu gehörenden Versicherungskarte wurden der Halter sowie Marke und Rahmennummer des Fahrrads registriert. Auf diese Weise konnte z.B. auch ein gestohlenes Fahrrad identifiziert werden.

Bis im Jahr 1959 pflegten die meisten Kantone bei der Gestaltung seiner Fahrrad-Kennzeichen ihren eigenen Stil. Dies war aus Sicht des Designs die interessanteste Zeit. Nebst rechteckigen (breit und hoch) wurden runde und ovale sowie Schilder in Form eines Trapez oder eines Wappens usw. hergestellt. Einige Kantone stellten Spangen aus Blech her, welche um den Rahmen des Fahrrads befestigt wurden. Auch der Wahl der Materialien war kaum Grenzen gesetzt. Nebst Aluminium wurden Email, Kupfer, Eisen sowie genietete Bleche usw. verwendet. Es wurde gepresst, gestanzt, genietet und emailliert. Einige Kantone beschränkten sich auf eine Hintergrund- und eine Schriftfarbe, während die besonders kreativen bis zu vier Farben einsetzten.

Einige Kantone blieben ihrem Design über Jahrzehnte Zeit treu, während andere die Form oder die Farben jedes Jahr änderten. Sogar bei der Schriftart wurde variiert, womit sich vor allem der Kanton Ticino (TI) ein Denkmal setzte. Leider sind davon kaum noch Exemplare vorhanden.

Im Jahr 1960 ging die Epoche der unbegrenzten Gestaltungsmöglichkeiten, vermutlich aus wirtschaftlichen Gründen, leider zu Ende. Als letzter Kanton ging der Kanton Appenzell Ausserrhoden (AR) zur rechteckigen Form (hoch) aus Aluminium über. Lediglich die Kantone Basel-Land (BL) und Thurgau (TG) unterschieden sich bis 1961 noch in der Grösse von den anderen Kantonen. Ab dem Jahr 1962 hatten dann alle Schilder einen roten Hintergrund und das selbe Format von 5 x 8 cm (1.97 x 3.15 in).

Danach beschränkte sich die Gestaltungsmöglichkeit von Jahr zu Jahr ausschliesslich auf die Schriftfarbe. Während z.B. Aargau (AG) und Basel-Stadt (BS) fünf verschiedene Farben verwendeten, setzte Zürich (ZH) alternierend zwei Farben ein und Kantone wie Bern (BE) und Neuchâtel (NE) beschränkten sich auf eine einzige Farbe. Der Kanton Bern (BE) zeichnete sich während einiger Zeit durch die Besonderheit aus, im selben Jahr verschiedene Schriftformen zu verwenden. Vermutlich wurden die Schilder auch von verschiedenen Herstellern geprägt.

Die letzten Velonummern wurden 1988 geprägt. Anschliessend wurden statt einem Schild nur noch eine Vignette abgegeben, welche man direkt aufs Fahrrad kleben konnte. Dabei wurde auch auf die Registrierung des Halters usw. verzichtet. Neu wurden diese Aufkleber auch über die Post, die Bahn, Supermärkte usw. vertrieben. Im September 2010 hat das Parlament entschieden, auch diese Vignette in der ganzen Schweiz abzuschaffen. Man kam zur Überzeugung, dass über 90% der Bevölkerung bereits über eine private Haftpflicht-Versicherung verfügt und die Vignette damit zu einer unzweckmässigen doppelten Abdeckung des selben Risikos führt. Am 5. Oktober 2011 hat die Regierung (Bundesrat) beschlossen die Vignette per Ende 2011 definitiv abzuschaffen.

Eine Besonderheit stellten die Bundesbetriebe wie die Post, die Bahn, der Zoll, sowie die Armee dar. Diese hatten Dienstfahrräder, welche für die gesamte Schweiz einheitliche Schilder verwendeten, welche unbeschränkt gültig und teilweise mit einem Schweizerkreuz gekennzeichnet waren.

An der östlichen Grenze zur Schweiz liegt das Fürstentum Lichtenstein (FL). Da der Kleinstaat bereits den Schweizer Franken als Währung übernommen hat, wurden auch die Fahrrad-Kennzeichen nach den selben Normen wie in der Schweiz verwendet. Aus diesem Grund gibt es nicht 26 (Anzahl Schweizer Kantone) sondern 27 verschiedene Initialen.


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